JAN-LENNARD STRUFF

Wenn Jan – Lennard Struff dieses Jahr bei den BOSS OPEN aufschlägt, ist dies bereits sein zehntes Antreten am Weissenhof. Sein bestes Ergebnis erreichte „Struffi“ 2019, als er erst im Halbfinale dem späteren Sieger Matteo Berrettini unterlag. 2023 hat Struff eine neue Bestmarke im Visier.
Im Ranking hat Jan – Lennard Struff in dieser Saison seine Career – Highs bereits mehrmals nach oben geschraubt. Am 22. Mai erreichte der Warsteiner mit Rang 26 sein absolutes Weltranglisten – Hoch. Struff war von seiner Leistung fast selbst ein wenig überrascht: „ Ich hatte ein hartes letztes Jahr, bin mit Position 150 in die Saison gestartet und habe mich in Australien gleich wieder verletzt. Wie schnell es nach oben ging , ist verrückt. “

Jan – Lennard Struff kommt nach dem Finaleinzug in Madrid mit viel Selbstvertrauen nach Stuttgart.
Der Grund für den komentenhaften Aufstieg im Ranking war ein bärenstarkes Frühjahr, in dem Struff vor allem bei den ATP – Masters – 1000 – Turnieren groß aufzeigte. In Indian Wells und Miami erreichte er auf amerikanischem Hartplatz jeweils nach überstandener Qualifikation die zweite Runde. Bei der Rückkehr auf Asche zog Struff in Monte Carlo sogar in das Viertelfinale ein. In Madrid legte der 33 – Jährige dann noch ein e Schippe drauf und stürmte als „ Lucky Loser “ bis in das Endspiel, in dem er der Nummer 1 der Welt, Carlos Alcaraz, einen großen Kampf lieferte und sich erst nach drei hart umkämpften Sätzen geschlagen geben musste.
Nach dem sensationellen Finaleinzug gönnte sich Struff eine Pause: „Ich habe zwei Tage komplett frei gemacht, um endlich wieder einmal Zeit daheim bei meiner Familie zu verbringen. Mit den zwei Kids gibt es immer etwas zu tun. Deshalb bin ich auch kaum dazugekommen, viel über das Finale nachzudenken“, erzählt Struff. Vom Erfolg in Madrid möchte er möglichst lange zehren: „Zurück im Training habe ich mir mit meinem Team nochmals ein paar Bilder aus Madrid angesehen, um das Gefühl zu verstärken. Ich möchte diese positiven Emotionen in die nächsten Wochen mitnehmen. “

Der 33 – jährige Warsteiner steht bei den Fans auf dem Weissenhof ganz hoch im Kurs.
Seit Madrid hält Struff auch einen einsamen Rekord auf der ATP – Tour: Er ist der erste Spieler, der bei einem Turnier sechs Dreisatz – Matches in Folge bestreiten musste. Ein Beweis, dass auch die Fitness stimmt: „Ich habe das ursprünglich nicht für einmalig gehalten und habe es auch körperlich nicht wirklich gespürt. Selbst im Finale war ich noch fit. Nur mental war es anstrengend. Ich habe vorher noch nie neun Matches in einem Turnier gespielt. “
Beeindrucken konnte Struff vor allem durch sein konsequente Offensivtaktik , die ihm in der Rasensaison ebenfalls in die Karten spielen sollte. In Madrid war dies laut Struff ebenfalls dem Untergrund geschuldet: „ Der schnelle Platz in Madrid und der gute Ballabsprung sind meinem offensiv ausgerichteten Spiel sehr gelegen .“ Auf dem Stuttgarter Rasen werden „Struffi“ die Bedingungen noch mehr entgegenkommen. Und: Das Publikum am Weissenhof wird wie eine Wand hinter dem Lokalmatador stehen. Beste Voraussetzungen also für ein erfolgreiches Abschneiden Struffs.